Artikel über Glücksspiel

21 Der Film

21 Der Film

„21“ ist die filmische Adaption des Buches „Bringing down the house“ von Bez Mezrich – es ist eine wahre Geschichte über eine Gruppe von Kartenzählern vom MIT (Massachusetts Institute of Technology) die Blackjack Team gegründet haben. Der Film zeigt viele große Namen in den Hauptrollen, unter anderen Kevin Spacey, Jim Sturgess, Kate Bosworth und Laurence Fishburne.

Der Protagonist des Buches ist Kevin Lewis, der 1994 seinen Abschluss in Maschinenbau am MIT absolvierte. Lewis war 1993 von Steve Fisher und Andre Martinez für das MIT Blackjack Team angeworben worden. Die beiden waren zu ihrer Zeit Top-Spieler. Die Filmversion ist dem Buch nicht ganz treu, erzählt jedoch eine ähnliche Geschichte der Studenten, die sich zu geschickten Kartenzählern übten und Millionen in Vegas Casinos gewonnen haben.

21 wurde in Las Vegas gefilmt und viele Szenen in echten Casinos, wie dem Red Rock Casino Resort. Das Filmen war zeitaufwendig und viele Szenen, wie beispielsweise Nahaufnahmen des Blatts beim Blackjack, mussten aus verschiedenen Winkeln eingefangen und oft wiederholt werde.

Der Film unterscheidet sich vom Buch auf durch mehrere Dinge – beispielsweise die Entscheidung, den Film in einer etwas anderen Gegend spielen zu lassen und die Rollen nicht mit Asiatisch-Amerikanischen Schauspielern zu besetzen, wie es dem echten MIT Blackjack Team entsprochen hätte. Diese Entscheidung hat einige Kontroversen ausgelöst, aber die Chemie zwischen der gewählten Besetzung garantiert trotz allem ein Sehvergnügen.

Die Geschichte hat eine „Hollywood Note“, mit einem bisschen Glamour und verschiedenen kulturellen Bezügen und Anspielungen. Die Macher wollten dem Film das gleiche Gefühl, wie dem Buch verleihen, da Sie den Film jedoch in einem anderen Ort spielt, mussten einige Dinge geändert werden, um für diesen Ort noch relevant zu sein. Es gibt viele Ähnlichkeiten zwischen „21“ und einem älteren kanadischen Film Namens „Last Casino“ – der kanadische Film ist weniger bekannt, aber viele Leute sehen große Ähnlichkeiten, da „Last Casino“ ebenfalls von „Bringing down the House“ inspiriert wurde.

Die Besetzung des Films ist wie folgt:

Kevin Spacey (als Mickey Rosa)
Jim Sturgess (als Ben Campbell)
Kate Bosworth (als Jill Taylor)
Laurence Fishburne (als Cole Williams)
Liza Lapira (als Kianna)
Aaron Yoo (als Choi)
Jacob Pitts (als Jason Fisher)

Ben Campbell, gespielt von Jim Sturgess basiert auf einer wahren Person – Jeffrey Ma – ein Wasser-Polo Spieler in einer MIT Bruderschaft, der später Mitgründer einer dem Börsenhandel ähnlichen Sportseite namens „Protrade“. Während seiner aktiven Blackjack Tage war er von den meisten Casinos verbannt und selbst heute hat er Probleme beim versuch in neu eröffneten Casinos zu spielen. Ben Mezrich sagte in einem Interview, dass er und Ma im „Playboy Club“ nur drei Runden spielen konnten bevor Security Mitarbeiter Ihnen gesagt hätten, sie seien nicht willkommen. Anscheinend fingen „Alarme und Sirenen im Überwachungsraum an zu pfeifen“, sobald er seinen echten Namen angab. Jeff Ma taucht kurz im Film auf.

Ein anderer Charakter im Film, Jason Fisher, basiert auf Michael Aponte, der eine Kartenzähler Schule – das Blackjack Institut, zusammen mit David Irvine, einem anderen MIT Kartenzähler Team Mitglied, besaß. Das Blackjack Institut bietet Blackjack Training Seminare und Trainings Einheiten zu Hause, sowie Bücher und andere Merchandise Produkte, einschließlich Trainingssoftware.

Mickey Rosa basiert auf der Verschmelzung zweier realer Personen – die ursprünglichen Leiter des MIT Teams in den frühen 90gern. Eine der beiden Personen ist Johnny Chang, der erst kürzlich in die Blackjack Hall of Fame aufgenommen wurde. Die andere ist „Mr. M“, auch bekannt als J.P. Massar.

Semyon Dukach, ein Student der Computer Wissenschaften und Mitglied des MIT Blackjack Teams, erzählte dem „The Tech“ , dem MIT Journal, von seinen Erfahrungen. „An einem gewissen Punkt hatte ich ein Casino davon überzeugt ich sei ein Waffenhändler“, sagte er in einer Geschichte über eins seiner beeindruckenden Spiele.

Das Team hat Gesellschaften gegründet und Steuern gezahlt um Probleme mit der IRS, der zentralen Steuerbehörde der USA zu vermeiden. Über einen Zeitraum von zwei Jahren erzielten Sie Gewinne von ca. 5 Millionen Dollar. Dukach spielt in seiner Freizeit noch von Zeit zu Zeit – in den meisten Casinos des Landes wird er schon am Aussehen erkannt, kann jedoch oft einen Platz in Hotelcasinos finden. Kurz vor dem erwähnten Interview war er in einem Hotel in Südamerika untergebracht und hat ein paar tausend Dollar beim Blackjack spielen gewonnen. Wenn man Ihn über seine Techniken und seine Zeit im MIT Team fragt, sagt er nur „Es war definitiv nicht falsch. Wir haben Geld von Casinos genommen.“

Dukach ist sehr offen über seine Abneigung gegen Casinos: Er hebt hervor, dass Casinos die Illusion verbreiten, dass ein normaler Spieler eine gute Chance hat, als Gewinner aus dem Lokal zu gehen, wenn in Wahrheit selbst ein guter Blackjack Spieler mit mathematisch höherer Wahrscheinlichkeit als Verlierer nach Hause geht. Er hat etwas gegen die Techniken mit denen Casinos die Menschen beim Spielen halten, wie zum Beispiel Spieler in angetrunkenem Zustand zu erhalten. Aber sogar Aromatherapie kommt zum Einsatz, was sie entspannter und geneigt zum Weiterspiel macht. Dukach vergleicht das Handeln von Casinos mit Vergewaltigung: „Sie holen dich rein und nachher kannst du dich nicht erinnern was passiert ist.“

Ein weiteres Mitglied des MIT Teams war Andy Block, der ein professioneller Pokerspieler in den frühen 90gern war und dem Team etwa zur gleichen Zeit, wie Jeff Ma beitrat. Das Team teilte sich in zwei Gruppen: das „amphibische“ Team und das „Reptilien“ Team. Jeff war Teil der „Reptilien“, die in dem Buch „Bringing Down the House“ die meiste Aufmerksamkeit erhalten. Andy wurde Teil der „Amphibien“ und wird daher in dieser Erzählung der Geschichte des MIT Teams nicht erwähnt.

Das MIT Team musste seine Aktivitäten schließlich niederlegen, nachdem Griffins Ermittler Ihnen durch das gesamte Land gefolgt sind um zu beweisen, dass Sie im Team spielen. Es hat die Firma Jahre gekostet genügend Beweise zu sammeln, aber sobald Sie es geschafft hatten, haben sie alle großen Casino Ketten gewarnt und es dem Team so unmöglich gemacht weiter zu agieren.

Einer Ihrer interessantesten Coups war ein Ausflug zum Mohegan Sun Casino, kurz nach seiner Eröffnung. Laut der Geschichte gewannen die „Amphibien“ am ersten Wochenende 250.000 $. Am Wochenende darauf gewannen die „Reptilien“, angeführt durch Kevin Lewis 330.000 $. Nach diesen Wochenenden änderte das Casino die Regeln zum Ausgeben der Blackjack Blätter. Als der Vize-Präsident des Mohegan Sun in einem Interview nach den Gewinnen des MIT Teams gefragt wurde, wollte er keinen Kommentar abgeben, außer, dass das Wochenende Ihres Besuches das unprofitabelste Blackjack Wochenende in der Geschichte des Mohegan Sun gewesen sei.

Die Techniken, die das Team anwandte waren mehr als bloßes Kartenzählen: Sie verfolgten Karten im discount rack, indem verschiedene Spieler am Tisch die Karten und das Mischen genauestens verfolgten, um bekannte Karten zu lenken und somit ein Gewinner-Blatt zu bilden oder den Geber zu pleite gehen zu lassen. Obwohl Mezrich die Techniken leicht erscheinen lässt, benötigt es Monate oder gar Jahre an Übung. Es ist leicht zu glauben, dass wenn sie es können, jeder es kann, besonders durch die Glamourisierung der Casinos in Hollywood und dem vielen Glücksspiel in Spielfilmen heutzutage. In Wahrheit jedoch, besaß das Team außergewöhnliche Mathematische Fähigkeiten, scharfe Augen und starke Nerven. Sie haben für sehr lange Zeit miteinander trainiert, und auch wenn man es theoretisch wiederholen könnte, man bräuchte dieselbe Praxis und Geduld.

„21“ ist der dritte Film in dem Kevin Spacey und Kate Bosworth gemeinsam in den Hauptrollen zu sehen sind. Zuvor haben sie bereits in „Beyond the Sea“ und „Superman Returns“ zusammen gearbeitet. Sie werden ebenfalls gemeinsam in der Fortsetzung zu „Superman Returns“, namens „Superman: The Man of Steel“ zu sehen sein.

Das MIT hat Dreharbeiten auf dem Campus nicht zugelassen, sodass die Szenen in der MIT Bar tatsächlich im Pub der Boston Universität, am anderen Ufer des Charles River, gefilmt wurden. Wie auch im Buch, auf dem der Film basiert, hat Ben Mezrich tatsächlich ein zweites Buch über MIT Kartenzähler Teams geschrieben: „Busting Vegas: The MIT Whiz Kid Who Brought The Casinos To Their Knees“. Auch dieses Buch soll verfilmt werden, auch wenn noch nicht klar ist wann, oder ob es überhaupt realisiert wird. Das Buch „Busting Vegas“ legt den Fokus auf das „Amphibien“ Team, somit würde die Aufmerksamkeit dem professionellen Poker Spieler Andy Bloch gelten, sollte die Film Adaption realisiert werden.

Das Budget für die Produktion von „21“ betrug 75 Millionen Dollar. Ursprünglich war der Kinostart für den Sommer 2007 vorgesehen, aber der Aufkauf von MGM durch Sony hat viele Projekte vorübergehend auf Eis gelegt, unter anderem diesen Film. Der Film kommt am 10. April in die deutschen Kinos. Der Soundtrack beinhaltet unter anderem „My Mathematical Mind“ von Spoon, „Break on Through (To The Other Side)“ von The Doors und “Jukebox” von Bent Fabric.