Wer ist wer im deutschen Poker
„Buzzer“
„Buzzer“, geboren 1975 unter dem Namen Thomas Bihl, ist einer der neuen Sterne am deutschen Pokerhimmel. Als erster deutscher Pokerspiele überhaupt holte er eines der begehrten Bracelets der WSOP (World Series of Poker) außerhalb der USA: Bei den WSOP Europe im Jahr 2007. Die Bracelets sind goldene Armbänder, die seit 1976 bei einem Sieg, neben dem Preisgeld verliehen werden.
Thomas Bihl macht sich seit 2004 als Online Spieler einen Namen und ist äußerst erfolgreich in Sit’n’Go Spielen und Shorthanded Tischen. Mit seinem Sieg bei den WSOP Europe hat er nun auch seinen Durchbruch im Live Poker geschafft. Nach eigenem Bekunden war es eine der härtesten Erfahrungen seiner Poker-Karriere, sich auch bei Live-Spielen durchzusetzen.
Er gewann in der Kategorie H.O.R.S.E., bei der fünf Pokervarianten einander abwechseln. Es ist die Kategorie mit einem der höchsten Preisgelder, des höchsten Buy-In’s und des höchsten Prestige.
Thomas Bihl machte nach seinem Abitur zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann und war danach im Aktienhandel tätig. Als Teenager war er, wie seine Familie im Cross-Country Ski aktiv und erfolgreich. Später machte er sich mit Sportwetten selbstständig.
Gemeinsam mit anderen erfolgreichen deutschen Pokerspielern, wie Katja Thater, Dr.Michael Keiner, Sebastian Ruthenberg und Stephan Kalhammer hat er ein Buch mit dem Titel „Poker Matrix“ veröffentlicht, welches im Dezember 2007 erschienen ist. Die fünf Autoren beschreiben darin ihren Weg zum Erfolg, geben Einblicke in die Welt des professionellen Poker und informieren über Theorie und Praxis des Pokerspiels.
Thomas Bihl gab sich den Namen „Buzzer“ im Online Poker, unter dem er dann erfolgreich wurde. „Buzzer“ kommt von „Buzzer Beater“, was im Basketball der entscheidende Korb in der letzten Sekunde ist.
“The Doc”
Michael Keiner wird „The Doc“ genannt, da er studierter kosmetischer Chirurg ist, der seine eigene Klinik in Wetzlar gegründet hat. Er war außerdem Motorradrennfahrer und hat an einer Weltmeisterschaft teilgenommen.
Mittlerweile ist er jedoch mehr ein professioneller Pokerspieler, denn Chirurg. Im Gegensatz zu Thomas Bihl, ist Michael Keiner ein erfahrenerer Spieler. Seit 1997 hat er internationale Erfolge im Poker, seine beste Disziplin ist „No Limit Holdem“.
Auch er gewann im Juni 2008 eines der begehrten Bracelets, allerdings in der Kategorie „Steven Cards Stud“ und nahm 146,987$ mit nach Hause.
2007 veröffentlichte er ebenfalls ein Buch: “Living on the edge“. Er beschreibt seinen Weg zum Pokerstar, seinen persönlichen Lebensweg und gibt Erklärungen, Hinweise und Informationen zum Poker allgemein und ist besonders hilfreich in Sachen Turnierstrategien.
„Miss Slick“ & „Lady Horror“
Im wirklichen Leben Katja Thater, nennt sich selbst „Miss Slick“, wird jedoch von anderen Spielern gefürchtet „Lady Horror“ genannt.
Sie war Geschäftsführerin einer großen Agentur und erfolgreiche Züchterin von Dressurpferden, bis ihr Lebensgefährte, ein professioneller Spieler, sie bat, in einer europäischen Meisterschaft kurz für ihn einzuspringen. Sie gewann prompt und fing daraufhin an sich ernsthaft mit Poker zu beschäftigen.
Ihre große Leidenschaft ist Cashgame, sie spielt allerdings mittlerweile erfolgreich in Turnieren und hatte im letzten Jahr ebenfalls die Ehre eines der Bracelets der WSOP zu gewinnen- in der Kategorie 7-Card-RAZZ. Sie war außerdem Mitglied des Nationalteams 2006, wodurch ihre herausragenden Fähigkeiten internationale Anerkennung gewannen.
Auch in diesem Jahr ist Thater wieder dabei bei den WSOP, die in diesem Monat, Juni 2008 stattfinden. In der Welt der Profis ist sie gefürchtet und bewundert, wegen ihrer aggressiven, aber soliden Spielweise. Sie selbst sagt von sich, dass sie nie zockt, sie wartet auf eine gute Hand, spielt geduldig und überlegt – Glücksspiele kommen für sie nicht in Frage, Pokern ist für sie das Taktieren und die Strategie, anders als der Spielautomat oder das Rad des Roulette.
In Deutschland ist sie mittlerweile die bei weitem bekannteste Pokerspielerin und veröffentlicht gemeinsam mit Michael Keiner und Thomas Bihl das Buch „Matrix Poker“ und schreibt natürlich das Kapitel zum Thema Cashgame.








