Kirchenbank plant Casino-Anteile zu verkaufen

Posted By tom travis | Freitag, 29. Juli 2011 10:00 Uhr
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Auf dem österreichischen Casino-Markt tut sich einiges

Casino Austria verliert ein Wiener Bankhaus als Investor wegen ethischer Gründe.

Das Wiener Bankhaus "Schelhammer & Schattera" denkt ernsthaft darüber nach, seine Anteile an den "Casinos Austria" zu verkaufen, so die Angaben von Michael Martinek, der neue Vorstandsvorsitzende. Die Privatbank ist zu 85 Prozent in Besitz von Einrichtungen der katholischen Kirche. Aus diesem Grund legt "Schelhammer & Schattera" großen Wert auf ethische und nachhaltige Geldanlagen.

Das Bankhaus ließ nun mitteilen, dass nach der Liberalisierung des Glückspiels in Österreich "die Frage gestellt werden müsse, ob das ein Investment für die Zukunft ist", so Martinek. Eine Entscheidung über die Casino-Beteiligung werde "in absehbarer Zeit" fallen. "Mittel- bis langfristig" wolle das Bankhaus die Anteile aber verkaufen. Derzeit hält die Bank 5,3 Prozent an dem früher staatlichen Glücksspielkonzern.

"Es hat Gründe gegeben, warum die Casinos und Lotterien einst verstaatlicht waren. Sie unterlagen damals ganz hohen Standards. Da war eine Beteiligung der Kirchenbank vertretbar", erklärte Martinek den geplanten Austritt. 

Wie es danach mit Casino-Austria weitergeht, bleibt abzuwarten. Auf dem österreichischen Markt wird Casino Austria zumindest schon bald große Konkurrenz bekommen. 15 weitere Casinos sollen zugelassen werden. 

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